Sequa gGmbH
1702 sF

Editorial

Ohne eine Deutungshoheit beanspruchen zu wollen: Es ist sicher zulässig zu sagen, dass in einem Entwicklungsland die Mehrzahl seiner Bewohner einen messbar niedrigen Lebensstandard hat. Dafür gibt es langfristig und nachhaltig nur eine Lösung, nämlich zukunftsorientierte Arbeitsplätze zu schaffen. Nach Berechnung der Vereinten Nationen müssen in Entwicklungs- und Schwellenländern bis 2030 mehr als 600 Millionen Jobs entstehen. Nur so lassen sich die mit der Agenda 2030 gesetzten Entwicklungsziele erreichen.

Nach meinem Verständnis sind es vor allem erfolgreiche Unternehmen, die Arbeitsplätze erhalten und neue schaffen. Immer wieder ist die Forderung zu hören, man solle die Privatwirtschaft in die Pflicht nehmen, um entwicklungspolitische Ziele zu erreichen. Das klingt zwar entschlossen, geht aber an der Realität vorbei: Entweder ein Unternehmen engagiert sich freiwillig, weil es sich etwas davon verspricht – oder es engagiert sich überhaupt nicht

Man kann nur versuchen, Unternehmen ein (freiwilliges) Engagement in Entwicklungsländern leichter zu machen und Anreize zu schaffen, die den Einstieg vereinfachen. Genau diese »Einstiegshilfen« zu geben, ist die Strategie von develoPPP.de. Die Erfolge des Programms geben dieser Strategie Recht.

Von den Instrumenten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, die sich direkt an Unternehmen richten, ist es nach meiner Überzeugung das Beste.

Gebhard Weiss, Geschäftsführer

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