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Editorial

Die Flugstrecke in die Maghreb-Länder ist nur unwesentlich länger als auf die Balearen und ein wenig kürzer als auf die Kanaren. Es sind beliebte Urlaubsziele für Europäer. Europa und der Maghreb haben das Mittelmeer als gemeinsame Grenze. Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit im Maghreb wollen viele Menschen nach Europa auswandern. Gleichzeitig ist die Region auch ein Transitraum für Migrationsbewegungen aus Sub-Sahara-Afrika.

Verglichen mit anderen Entwicklungsstaaten betreiben in den Maghreb-Ländern sehr viele deutsche Unternehmen Produktionsstätten. Darüber hinaus hat sich der Maghreb – direkt vor der europäischen Haustür – zu einer bedeutenden Absatzregion für deutsche Produkte entwickelt. Dies sind alles Gründe, warum uns Tunesien, Algerien und Marokko sehr, sehr nah sind. Und genau deshalb müssen wir uns dort wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich engagieren. Wir müssen dazu beitragen, dass die Menschen vor Ort bessere Lebensperspektiven  entwickeln können.

Die Europäische Gemeinschaft hat bereits 1972 ein Abkommen mit den Magreb-Staaten geschlossen. 1995 verabschiedeten die EU-Länder mit ihren Nachbarländern im südlichen Mittelmeerraum die Partnerschaft Europa-Mittelmeer und bauten sie seitdem weiter aus.

Ich bin davon überzeugt, dass all das noch nicht reicht und Europa im Maghreb noch deutlich aktiver sein muss. Einige Ansätze stellen wir in dieser Ausgabe des sequaForums vor.

Gebhard Weiss, Geschäftsführer

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