Sequa gGmbH
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Nach drei Jahren ging Ende Dezember 2017 das Ausbildungsprojekt für Orthopädietechniker aus Ägypten, Syrien und Palästina zu Ende. Das Projekt wurde seit 2015 vom Auswärtigen Amt finanziert und von sequa in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und der deutschen Organisation Human Study e.V. sowie internationalen Experten auf dem Gebiet der Orthopädie durchgeführt.

Im Rahmen der Ausbildung wurden über 30 Orthopädie-Techniker/innen aus Ägypten, Syrien, Gaza und dem Gastland Türkei nach dem Kategorie-2-Standard der Internationalen Gesellschaft für Orthopädie (ISPO) geschult. 26 Teilnehmer/innen beendeten die Ausbildung Ende 2017 erfolgreich und erhielten ein international anerkanntes ISPO-Zertifikat als Orthopaedic Technologist.

Durch den Krieg in Syrien oder die noch nicht ausreichende medizinische Versorgung in den Partnerländern gibt es weiterhin sehr viele Menschen, die auf orthopädische Hilfsmittel – also Prothesen oder Orthesen (Schienen) – angewiesen sind. Durch die Schulung der Orthopädietechniker/innen hat das Projekt dazu beigetragen, die Patientenversorgung zu verbessern.

Ein/e Techniker/in kann im Jahr etwa 100 Hilfsmittel fertigen und damit auch entsprechend viele Patienten erreichen. Beinprothesen beispielsweise sorgen dafür, dass Menschen wieder selbständig laufen und z.B. einer geregelten Arbeit nachgehen können. Individuell angepasste Orthesen für Kinder mit eingeschränkter Mobilität unterstützen sie dabei, ein weitgehend normales Leben zu führen und Folgeschäden, z.B. Fehlbildungen der Knochen, zu vermeiden.

Gut ausgebildete Orthopädietechniker/innen sind dabei der Schlüssel zur fachgerechten Versorgung der Patienten. Die Partnerorganisationen vor Ort wurden im Projektverlauf auch darin beraten und unterstützt, die neuen Kenntnisse und Fähigkeiten der ausgebildeten Techniker/innen in ihren Organisationen zu multiplizieren. Beim syrischen Partner NSPPL (National Syrian Project for Prosthetic Limbs) beispielsweise werden neue Mitarbeiter/innen durch erfolgreiche Ausbildungsteilnehmer/innen angelernt und in moderne Orthopädie-Methoden eingewiesen. Es bleibt zu hoffen, dass so auf Dauer mehr und mehr Menschen mit Bedarf an orthopädischen Hilfsmitteln in allen Partnerländern nach modernen Standards betreut und versorgt werden können.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte anja.kiefer@sequa.de  oder unter +49 (0)228 98 238 57.

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