SMART Myanmar

SMART Myanmar 2.0 ist ein vierjähriges, von der EU finanziertes Projekt, das im Januar 2016 gestartet wurde. Es zielt darauf ab, die Produktion und den Verbrauch von nachhaltig produzierten Kleidungsstücken aus Myanmar zu verbessern. 

Fakten

Story ID690
ProjekttitelSMEs for environmental Accountability, Responsibility and Transparency II
KundeEuropäische Kommission
Laufzeit 01.01.2016 – 31.12.2019
Projektbudget2.777.629,00 EUR
ProgrammEC-Grants
Region Asien
LandMyanmar
Internationale PartnerAssociation of Development Financing Institutions in Asia and the Pacific
Centre for the Promotion of Imports from Developing Countries (CBI)
Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ)
Foreign Trade Association of German Retail Trade (AVE – Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels e.V.).
Hennes & Mauritz, Sweden
Stitching Made-by Label
Stockman Group (Lindex), Sweden
Lokale PartnerMyanmar Garment Manufacturers Association

Ausgangssituation / Problemstellung

In vielen Ländern Süd- und Südostasiens trägt der Textil- und Bekleidungssektor maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. So auch in Myanmar: mit über 500 Fabriken laut der Myanmar Garment Manufactures Association (MGMA), die mehr als 500.000 Menschen beschäftigen, stellt er einen wichtigen Industriezweig dar.

Während der Bekleidungssektor in Myanmar ein rapides Wachstum verzeichnet, profitieren die Angestellten noch wenig von dieser Entwicklung.

Eine sozial- und umweltverträgliche Entwicklung der Branche wirkt sich jedoch zwangsläufig positiv auf die Beschäftigten in der Bekleidungsindustrie aus.

Projektziele

SMART Myanmar fördert und unterstützt aktiv die nachhaltige Produktion von Bekleidung "Made in Myanmar" mit dem Ziel, die internationale Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in diesem Sektor zu erhöhen. Ziel ist es, erfolgreiche Praktiken in Myanmar auszubauen und zu institutionalisieren, die in der ersten Phase von SMART von 2013 bis 2015 entwickelt und umgesetzt wurden.

Weitere Projektziele sind die Förderung von Frauen in der Industrie sowie das Zusammenbringen von lokalen Banken, KMU und der myanmarischen Zentralbank zur Einführung von „Green Finance“ Produkten. Außerdem sollen sowohl KMU für die Einhaltung internationaler Standards als auch Verbraucher für nachhaltigen Konsum sensibilisiert werden.

Tätigkeitschwerpunkte:

Die konkreten Aktivitäten von SMART Myanmar umfassen: 

  • Kapazitätsaufbau der MGMA, um Geschäftsdienstleistungen für Bekleidungsfabriken anzubieten und deren Interessenvertretung zu erhöhen
  • Durchführung von Fabrikverbesserungsprogrammen zur Steigerung der nachhaltigen Produktion in Myanmar für über 200 Bekleidungsfabriken
  • Entwicklung von zwei Smartphone Apps (Shwe Job und Satyone Superstar) zu den Themen Arbeitsrecht, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. (hier Link zu Erfolgsgeschichte Sunday Cafes)
  • Förderung eines Gemeindezentrums für Frauen (Sunday Café II), das Arbeiterinnen in der Bekleidungsindustrie Bildung, Austausch und Unterstützung bietet. (hier Link zu Erfolgsgeschichte Sunday Cafes)
  • Verbesserung des Zugangs zu grüner Finanzierung für kleine und mittlere Unternehmen, Durchführung von Advocacy-Kampagnen bei der Zentralbank
  • Branding- und Kommunikationsinitiative "Made in Myanmar" für Konsumenten in Europa und Myanmar
  • Erhöhung der Zusammenarbeit zwischen den Stakeholdern auf die Einhaltung der internationalen Sozial- und Umweltstandards

Voraussichtliche Ergebnisse:

Die zu erwartenden Wirkungen des Projektes reichen weit über die Grenzen Myanmars hinaus. Somit sollen die Bekleidungsexporte aus Myanmar in die EU bis 2019 um 300% gegenüber 2015 steigen. Die Nachfrage nach nachhaltig produzierter Kleidung soll sich sowohl in Myanmar als auch in der EU verstärken. Hinzukommend soll in 100 Bekleidungsfabriken die Abfallproduktion und der Energieverbrauch um 20%, sowie der Wasserverbrauch um 15% reduziert werden.

In mindestens 150 Bekleidungsfirmen sollen die Arbeitsverhältnisse verbessert und 15 lokale Sustainable Consumption and Production (SCP)- Dienstleister ausgebildet werden. Weitere Schulungen sollen im Bereich der „Green Finance“, der öffentlichen Beschaffung und der Beantragung von Krediten erfolgen. Neue Geschäftsmöglichkeiten, wie Joint Ventures zwischen den Betrieben in Myanmar und europäischen Marken, sowie ein verstärkter Dialog zwischen den Stakeholdern sollen die Etablierung einer nachhaltigen Bekleidungsindustrie in Myanmar festigen.

Bis Mitte 2018 haben bereits mehr als 9.000 Manager und Arbeiter aus über 270 Fabriken an SMARTs Fabrikprogrammen, Workshops oder Konferenzen teilgenommen.

 

Testimonial:

 

“The best thing I learn from SMART Myanmar project is to increase my awareness to think more from workers' perspective, how to make the communication easier for them. I start to reflect our orientation training to make it more effective, we are planning to provide refresh training with more catchy, simple posters and explanations, it's great to have the worker survey to know more about their concern and needs, it's very beneficial for us.”.

Quote by Compliance Manager of Myanmar Ha Hae, a factory who participated in the

SMART Social Compliance Academy™