Privatsektorförderung

Myanmar: SMART TaG verbessert Arbeitsbedingungen im Textilsektor

Die Europäische Kommission hat sequa zusammen mit amfori, dem Zentrum für wirtschaftliche und soziale Entwicklung Myanmar (CESD) und dem Gewerkschaftsbund Myanmar (CTUM) beauftragt das Projekt SMART TaG von Mai 2019 bis April 2022 umzusetzen. Ziel ist es, die Arbeitsbedingungen von Textilarbeiterinnen zu verbessern, sowie Arbeits- und Umweltstandards zu fördern und Verstöße gegen die Arbeitnehmerrechte in der Textil- und Bekleidungsindustrie zu verringern.

 

SMART TaG zielt darauf ab, durch Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards sowie erhöhter Transparenz auf Fabrikebene die Arbeitsbedingungen im Textil- und Bekleidungssektor in Myanmar zu verbessern. Darüber hinaus stärkt das Projekt das Wissen und Bewusstsein für nachhaltige Mode europäischer Verbraucher und verbessert die Interessenvertretung und  Zusammenarbeit aller Akteure in der Wertschöpfungskette in Europa und Myanmar um erfolgreiche nachhaltige Praktiken im Bekleidungs- und Textilsektor zu replizieren.

Trotz der wirtschaftlichen Bedeutung des Textil- und Bekleidungssektors in Myanmar sind die Arbeits- und Lebensbedingungen der Mitarbeiter sind nach wie vor prekär, insbesondere durch niedrige Löhne und übermäßige Überstunden. Durch Kapazitätenaufbau von Produzenten und relevanten Akteuren trägt das Projekt zur Verbesserung der Transparenz und der Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards in den in Myanmar ansässigen Textil-KMU und Bekleidungsfabriken bei. Die Mehrheit der Verbraucher in Europa erhält wenig Informationen und hat ein geringes Verständnis für textile Lieferketten. Das Projekt befasst sich mit diesem Thema und bietet Verbrauchern in Europa Sensibilisierungs- und Aufklärungsarbeit zu nachhaltigem Konsum und Lebensstil sowie zu den Produktionsbedingungen in Myanmar. In den letzten Jahren hat in der internationalen Politik und bei internationalen Marken und Handelsketten ein Umdenken eingesetzt. Regierungen und Wirtschaftsakteure in den Erzeugerländern werden aufgerufen, die Einhaltung der Nachhaltigkeitsstandards zu verbessern und Sozial- und Umweltvorschriften sowie deren Umsetzung einzuführen. Das Projekt erstellt eine Agenda für die Interessenvertretung in Europa und Myanmar um regelmäßig ökologische und soziale Fragen und Maßnahmen zu erörtern, politische Arbeit zu leisten und für mehr für mehr Transparenz in der Wertschöpfungskette des Bekleidungs- und Textilsektors einzutreten, um die sozialen und ökologischen Risiken zu verringern.

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 Sabine Erez
Sabine Erez

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