Privatsektorentwicklung (sonstige)

Softwareschulungen in Uganda, Nigeria und Ägypten

Social Deal B.V.B.A. und Tunga B.V. planen im Rahmen eines develoPPP.de Projekts die Verbesserung bzw. Entwicklung eines Ausbildungsangebots für 120 marginalisierte Jugendliche aus Slumgebieten sowie 500 Soft­wareentwicklerInnen aus Ägypten, Nigeria und Uganda.

Technische „Ökosysteme“, deren wichtiger Bestandteil sogenannte „Tech Hubs“ sind, wachsen in ganz Afrika rasant. Die Tech Hubs sind somit ein Katalysator für lokale Software­entwicklungs­kennt­nisse. Die Anzahl der Tech Hubs in einem Land und seine Wachstumsrate sind ein Indikator für das Zukunftspo­tenzial der lokalen Entwicklergemeinschaft. Ende 2017 gab es in Afrika 442 Tech Hubs, gegenüber 314 Mitte 2016. Dies entspricht einem beeindruckenden Anstieg von mehr als 40 Prozent. Nigeria hat sogar die Anzahl der Technologiezentren mehr als verdoppelt. Es gibt jedoch eine Reihe von Herausforderungen, vor denen z. B. die Länder Nigeria, Uganda und Ägypten stehen. Die Qualität und das Vertrauen sowie das Engagement im Bereich der ausländischen Innovationen und Märkte sind wichtige Erfolgsfaktoren für Informations- und Kom­munikationssysteme (IKT). In allen drei Projektländern gibt es bereits eine gewisse formale IKT-Ausbildung, jedoch ist der Zugang begrenzt, insbesondere für die weniger wohlhabenden Menschen. Außerdem ist die berufliche Bildung sehr theoretisch und wenig praktisch orientiert. Viele der AbsolventInnen verfügen über gute theoretische Kenntnisse der Technik, aber nicht viele von ihnen verfügen über erforderliche Soft-Skills. Diese sind jedoch auch Voraussetzung für internationale Softwareentwicklungs­projekte.

Social Deal B.V.B.A. und Tunga B.V. planen im Rahmen eines develoPPP.de Projekts die Verbesserung bzw. Entwicklung eines Ausbildungsangebots für 120 marginalisierte Jugendliche aus Slumgebieten sowie 500 Soft­wareentwicklerInnen aus Ägypten, Nigeria und Uganda. Diese sollen ausgebildet werden, um ihre Arbeitsmarkt­chancen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zu verbessern. In Zusammenar­beit mit WeAreBits in Nigeria und Uganda sowie der AlMakinah School in Ägypten wird ein bestehendes Offline-Schulungsprogramm überarbeitet und an die neuesten Anforderungen angepasst. Darüber hinaus werden ein Lehrplan und eine Plattform für Online-Schulungen und -Tests neu entwickelt. PR-Maßnahmen begleiten die Projektaktivitäten. Zusammen mit WeAreBits werden Maßnahmen zur Sicherstellung der Nachhaltigkeit der Trainingsprogramme durchgeführt.

Die direkten Zielgruppen sind rund 120 marginalisierte Jugendliche aus unterentwickelten Gebieten bzw. Slums in Uganda, Nigeria und Ägypten mit Grundkenntnissen in IKT. Hierbei werden besonders benachteiligte Zielgruppen angesprochen: es ist geplant, dass 30 bis 50 Prozent der Teil­nehmer weiblich sind und/oder eine Behinderung haben. Weitere direkte Zielgruppen sind rund 500 Soft­ware­entwicklerInnen aus Uganda, Nigeria und Ägypten, die an Kursen aus dem neu entwickelten Online-Schulungs­angebot teilnehmen werden. Indirekte Zielgruppen sind weitere Jugendliche und Software­entwicklerInnen, die nach Projektende an den Online- und Offline-Trainings teilnehmen. Die Schulungen sollen die Arbeitsmarkt­chancen der Teilnehmenden verbessern. Das Trainingsangebot wird es den Teilnehmenden ermöglichen, ihre IKT-Kenntnisse und -Fähigkeiten zu verbessern und ihnen die Möglichkeit geben, mit der (internationalen) Nachfrage Schritt zu halten. Insgesamt kann das Projekt zur Weiterentwicklung der IT-Dienstleistungsbranche in Uganda, Nigeria und Ägypten beitragen. Es kann das Potenzial der digitalen Beschäftigung für Jugendliche und marginalisierte/unterrepräsentierte Gruppen erhöhen. Ein verbesserter Zugang zur globalen Nachfrage nach Software-Engineering ist möglich.

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 Julia Müller
Julia Müller

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