Privatwirtschaftliches Engagement in Entwicklungs- und Schwellenländern

Ob es um die Qualifizierung von lokalen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen geht, den Einsatz klimafreundlicher Technologien oder Sozialstandards in Produktionsstätten – die Ziele von privaten Unternehmen und Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit decken sich häufig. Mit dem Förderprogramm develoPPP.de – Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das Engagement der Privatwirtschaft dort, wo unternehmerische Chancen und entwicklungspolitischer Handlungsbedarf zusammentreffen.

sequa ist neben der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) und der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG) eine Durchführungsorganisation im develoPPP.de-Programm. Seit 2020 startet sequa jedoch keine Neuvorhaben mehr.

Ansprechpartner

Dr. Roland Strohmeyer

Koordinator develoPPP.de

 

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Innovative Projektideen nachhaltig umsetzen

sequa unterstützt im Rahmen der develoPPP.de-Vorhaben vor allem kleine und mittelständische Betriebe, aber auch größere Unternehmen aus EU- bzw. EFTA-Ländern, die nachhaltig investieren und über das Kerngeschäft hinaus unternehmerisch in einem Entwicklungs- oder Schwellenland tätig werden wollen. Dafür stellt das BMZ den Unternehmen durch sequa finanzielle und fachliche Unterstützung zur Verfügung. sequa hat von 2000 bis heute mehr als 250 solcher Entwicklungspartnerschaften mit Unternehmen umgesetzt. Die Projekte sind dabei in den unterschiedlichsten Branchen und Themen angesiedelt – von A wie „Abwassermanagement“ bis Z wie „Zertifizierungen“.

Alle develoPPP.de-Vorhaben müssen eine klare entwicklungspolitische Wirkung erkennen lassen, umwelt- und sozialverträglich sein und damit über den betriebswirtschaftlichen Nutzen für unser Partnerunternehmen hinausgehen. Hierbei wurden die besten Projektideen durch regelmäßig durchgeführte Ideenwettbewerbe identifiziert und im Dialog zwischen den Partnerunternehmen und sequa konkretisiert. So kann sichergestellt werden, dass sich die eingesetzten Ressourcen und finanziellen Mittel von privatem und öffentlichem Partner ergänzen und alle Beteiligten ihre Ziele wirtschaftlicher, wirksamer und schneller erreichen. Die Partnerunternehmen tragen in den Vorhaben grundsätzlich mindestens die Hälfte der Gesamtkosten.

Zusammen Wirkungen erreichen

Zwischen 2015 und 2019 wurden ca. 80 Projekte abgeschlossen, welche die folgenden Wirkungskennziffern aufwiesen:

  • Ca. 75% der deutschen oder europäischen Partnerunternehmen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU);
  • 48 Entwicklungs- und Schwellenländer abgedeckt, davon 15 in Afrika;
  • Zusammenarbeit mit über 570 lokalen Partnern, insbesondere Bildungseinrichtungen und Unternehmen;
  • Ausbildung von ca. 1.500 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren;
  • Fast 30.000 Menschen profitierten direkt durch die Projektarbeit.

Aus der Projektarbeit

Gemeinsam zum Ziel mit Agile und Scrum

Competa und sequa bilden kenianische IT-Kräfte in agiler Softwareentwicklung aus (2015-2017)

 

90 IT-Fachkräfte und Studenten erhielten eine praktische Ausbildung in der agilen Projektmanagement-Methode Scrum.

80 Absolventen fanden nach Beendigung der Trainings eine Anschlussbeschäftigung.

6 Absolventen gründeten ihr eigenes IT-Start-up.

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Wälder für gutes (Investitions-) Klima

sequa und ForestFinance fördern nachhaltiges Forstmanagement in Vietnam (2011-2013)

 

63 Mitarbeiter aus Forstbehördern und Unternehmen wurden zu Trainern weitergebildet.

61 Waldarbeiter durchliefen ein Trainierungsprogramm und profitieren durch umfangreiche Arbeitsschutzmaßnahmen.

Die regional verwaltete NGO Sustainable Forest Association Vietnam wurde gegründet.

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Sozial und fortschrittlich

ESGE und sequa fördern nachhaltige Textilproduktion in Indien (2008-2010 / 2011-2013)

 

160 Näherinnen sowie 20 Angestellte wurden in Wartung und Service oder Arbeitslogistik ausgebildet.

Die Stoff- und Materialkosten reduzierten sich um 5 Prozent, die Arbeitsproduktivität stieg um 15 Prozent.

Curricula für die Colleges sowie Schulungs- und Lehrmaterialien wurden erstellt und in den Lehrplan aufgenommen.

Factsheet

 

Biogasanlagen für die Energieversorgung in Brasilien - Dorsch und sequa legen Basis für langfristiges Engagement  I  Factsheet


Bio-Mangos aus Burkina Faso - gebana und sequa unterstützen kleinbäuerliche Kooperativen  I  Factsheet


Offene Lehrwerkstatt macht Schule - Manz und sequa stoßen praxisnahe Hightech-Ausbildung in China an  I  Factsheet


350 Betriebe produzieren Bio-Physalis - Flores Farm, mymuesli und sequa führen Bio- und Sozialstandards in Peru ein  I  Factsheet


Junge Mode made in Egypt - Messe Berlin und sequa initiieren Ausbildung für junge Designer  I  Factsheet


Zertifizierte Karité-Butter aus Mali - Börlind und sequa arbeiten mit Kleinbauern für erhöhte Liefersicherheit  I  Factsheet