Zielsetzung

Der Handwerksfonds ist ein vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördertes Projekt, welches sequa verwaltet und in Kooperation mit dem „Business Scouts for Development“-Vorhaben der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) umsetzt.

  • Ziel des Handwerksfonds ist es, das deutsche Handwerk vermehrt in die Entwicklungszusammenarbeit zu integrieren, die Eigeninitiative des Handwerks für Projekte zu stärken und nachhaltige Partnerschaften zwischen deutschen Betrieben und Partnern in Entwicklungsländern zu entwickeln.
  • Der Handwerksfonds zielt darauf ab, durch die geförderten Maßnahmen zu den Schwerpunkten des BMZ beizutragen:
    • Bekämpfung von Armut und Hunger, zum Beispiel durch die Förderung von Ausbildung und Beschäftigung junger Menschen;
    • sozial gerechter Übergang zu einer klimagerechten Wirtschaft, zum Beispiel durch die Förderung von erneuerbaren Energien oder der Nutzung nachhaltiger Rohstoffe;
    • politische, soziale und wirtschaftliche Teilhabe ungeachtet der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität, zum Beispiel durch Know-how-Transfer an Frauen;
    • Förderung inklusiver, digitaler und resilienter Gesundheitssysteme, zum Beispiel durch Maßnahmen im Bereich der Orthopädie-Technik
  • Aus dem Fonds können Förderungen in Höhe von 1.000 EUR bis 20.000 EUR pro Maßnahme beantragt werden.
  • Im Rahmen des Fonds werden zwei Zielgruppen angesprochen: Einerseits werden Handwerker*innen und Handwerksbetriebe zu Betriebspartnerschaften mit Partnerbetrieben in Entwicklungsländern ermutigt. Andererseits werden Handwerksorganisationen dabei unterstützt, durch Maßnahmen ihrerseits zu einer verbesserten internationalen Zusammenarbeit im Handwerkssektor beizutragen.

Ansprechpartner

Niklas Cramer

Projektmanager

 

E-Mail

Betriebspartnerschaften

Im Rahmen von Betriebspartnerschaften werden Handwerker*innen und Handwerksbetriebe gefördert, die ihr Fachwissen und ihre Erfahrung aus der eigenen Betriebspraxis mit Partnerbetrieben in Entwicklungsländern teilen möchten und über solide fachliche/technische Fähigkeiten für die Wissensvermittlung (Nachweis über Kurzlebenslauf) verfügen.

Welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen?

Ihr Antrag muss die folgenden Pflichtkriterien erfüllen:

  • Antragsteller ist Handwerksbetrieb/Handwerker*in mit Sitz/Standort in Deutschland
  • Die durchführenden Handwerker*innen müssen über eine entsprechende handwerkliche Ausbildung verfügen (Nachweis über Lebenslauf)
  • Partnerbetrieb aus einem Entwicklungs- oder Schwellenland (gemäß OECD-DAC Liste)
  • „Kooperation auf Augenhöhe“ - Partizipative Planung und Zielsetzung mit dem Partnerbetrieb, d.h. bereits vor der Beantragung der Förderung wird in Abstimmung der beteiligten Akteur*innen ein gemeinsames Verständnis über die Kooperation auf Augenhöhe entwickelt
  • Es wird eine Partnerschaft über das Projekt hinaus entwickelt, dies wird aus dem Antrag ersichtlich (Langfristigkeit, Nachhaltigkeit)
  • Nachvollziehbarer und konkreter Zeit- und Kostenplan für das Projekt
  • Die Fördersumme je Betriebspartnerschaft übersteigt 20.000€ nicht und ist angemessen kalkuliert
  • Die Maßnahme wird nicht durch andere Institutionen oder private Träger gefördert /abgerechnet
  • Die Maßnahme wird bis zum Ende der Fondslaufzeit vollständig durchgeführt und abgerechnet

Weitere Positivkriterien bei der Beurteilung sind die Folgenden:

  • Bedienung entwicklungspolitischer Schwerpunkthemen
    • Bekämpfung von Armut und Hunger, zum Beispiel durch die Förderung von Ausbildung und Beschäfdtigung junger Menschen;
    • soziel gerechter Übergang zu einer klimagerechten Wirtschaft, zum Beispiel durch die Förderung von erneuerbaren Energien oder der Nutzung nachhaltiger Rohstoffe;
    • politische, soziale und wirtschaftliche Teilhabe ungeachtet der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität, zum Beispiel durch Know-how-Transfer an Frauen;
    • Förderung inklusiver, digitaler und resilienter Gesundheitssysteme, zum Beispiel durch Maßnahmen im Bereich der Orthopädie-Technik
  • Förderung der Digitalisierung beim Partnerbetrieb
  • Wissenstransfer zum Partnerbetrieb wird klar herausgearbeitet
  • Einbindung passender Drittpartner
  • Eigenleistungen

Wie unterstützen wir Sie?

  • Ihre Maßnahme kann mit bis zu 20.000 EUR gefördert werden, das Mindestfördervolumen beträgt 1.000 EUR.
  • Sie können Ihre Projektkosten auf Grundlage des mit sequa geschlossenen Vertrags geltend machen, etwa für erbrachte Leistungen, Honorare oder Reise- und Sachkosten.
  • Sie können Vorschüsse auf die zu erwartenden Kosten erhalten, im Nachhinein werden diese anhand der Originalbelege abgerechnet.
  • Als Handwerker*in erhalten Sie von uns Unterstützung, um sich individuell auf den Auslandseinsatz vorzubereiten, etwa mithilfe eines Vorbereitungskurses, eines IT-, Berichtslegungs- oder Sprachkurses.
  • Ihre Betriebskooperation und der gegenseitige Austausch führen darüber hinaus auf beiden Seiten zu einer Bereicherung und fördern das Verständnis und Engagement über den eigenen Kulturkreis und die eigene Handwerkstradition hinaus.
  • Sie werden Teil eines Netzwerks unter Handwerksbetrieben in der Entwicklungszusammenarbeit, welches seine Erfahrungen miteinander teilt.

Was müssen Sie tun?

Handwerksorganisationen

Förderfähig sind Maßnahmen, die dazu beitragen, das Know-how deutscher Handwerksorganisationen für die internationale Zusammenarbeit in Wert zu setzen.

Welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen?

  • Antragsberechtigt sind Organisationen des deutschen Handwerks, wie Handwerkskammern, Kreishandwerkerschaften, Innungen und Verbände, die rechtlich eigenständig sind und mit den geförderten Aktivitäten keine Gewinnabsicht verfolgen.
  • Jede Maßnahme Ihrer Handwerksorganisation muss einen signifikanten Eigenbeitrag des Antragsstellers aufweisen.
  • Projektbeispiele: Informationsveranstaltungen, Erstellung von Informationsmaterial, Schulungen, Fortbildungsveranstaltungen oder Sprachkurse, die einen direkten Zusammenhang zu den o.g. Zielen des Handwerksfonds erkennen lassen.

Wie unterstützen wir Sie?

  • Ihre Maßnahme kann mit bis zu 20.000 EUR gefördert werden, das Mindestfördervolumen beträgt 1.000 EUR.
  • Nach Prüfung der Belege erfolgt die Erstattung gemäß der Vereinbarung bis zur festgelegten Fördersumme.
  • Sie können Vorschüsse auf die zu erwartenden Kosten erhalten, im Nachhinein werden diese anhand der Originalbelege abgerechnet.

Was müssen Sie tun?

  • Sie kontaktieren den Projektmanager Hrn. Niklas Cramer (0228/98238-327 oder niklas.cramer@remove-this.sequa.de) und verabreden ein Gespräch über Ihre Projektidee.
  • Sie reichen einen konkreten Projektantrag zu einer Maßnahme ein, die Sie im Rahmen des Handwerksfonds durchführen wollen und welche zu o.g. Zielen beiträgt.
  • Im Anschluss an die Maßnahme erstellen Sie einen Kurzbericht über die Durchführung der Maßnahme und schicken diesen mit allen relevanten Ausgabenbelegen an sequa.
  • Sie richten den Antrag zur Förderung einer Maßnahme schriftlich (per E-Mail) an sequa (Antragsformular für Handwerksorganisationen).

Gefördert durch:

In Kooperation mit:

 

 

 

Quelle Header-Foto "Glaser": https://www.amh-online.de