Editorial
Allein geht´s nicht.
Mit dieser Einleitung habe ich mein Editorial in der letzten Ausgabe des SEQUA-Forums begonnen. Damals ging es um Private-Private-Partnerschaften zwischen Kammern beziehungsweise Verbänden. Heute ergänze ich: Eins plus eins ist mehr als zwei. Dazu stellen wir Ihnen diesmal Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft vor. Im Public-Private-Partnership-Programm (PPP) der Bundesregierung arbeiten Unternehmen und der öffentliche Sektor zusammen, um entwicklungspolitische und unternehmerische Ziele gleichermaßen zu erreichen.
Seit acht Jahren arbeitet SEQUA als Durchführungsorganisation im PPP- Programm. In dieser Zeit haben wir gemeinsam mit Unternehmen 69 – überwiegend erfolgreiche – Projekte in 31 Ländern ausgearbeitet und begleitet. In einer Umfrage haben wir herausgefunden, dass 70 Prozent der Unternehmen über eine Empfehlung zu uns als PPP-Durchführungsorganisation gekommen sind. Dies erklärt, warum Unternehmen in der Anfangszeit eher zögerlich auf das Programm zugingen. Inzwischen zeigt sich: Bekanntheit ist gut – Empfehlung ist besser. 95 Prozent unserer Partner-Unternehmen gaben in der Umfrage nach Abschluss des Projekts an, mit SEQUA „positive oder sehr positive“ Erfahrungen gemacht zu haben.
Nimmt man beide Umfrageergebnisse zusammen, liefern sie auch eine Erklärung dafür, dass die Zahl der Anfragen von Unternehmensseite kontinuierlich wächst. Diese Ergebnisse freuen uns natürlich. Aber das Bessere ist der Feind des Guten. Deshalb sind die guten Rückmeldungen kein Ruhekissen für uns, sondern Ansporn, noch besser zu werden – im Sinne von Nachhaltigkeit, Breitenwirksamkeit und entwicklungspolitischer Wirkung. Schließlich agieren wir in diesem Programm als verlängerter Arm der öffentlichen Hand. Betrachtet man darüber hinaus die Ergebnisse der Public-Private-Partnership-Projekte, so wird deutlich: „Public“ und „Private“ können in der Zusammenarbeit mehr erreichen als jeder für sich. Im PPP-Programm ist eins plus eins tatsächlich mehr als zwei
Gebhard Weiss, Geschäftsführer