Kammer- und Verbandsförderung

Armenien: Business and Education Association - eine starke Brücke

Die Projektfortschrittskontrolle in Armenien zeigt: Die Business and Education Association hat sich in den vergangenen zweieinhalb Jahren organisatorisch, fachlich und öffentlich sichtbar weiterentwickelt. Der Verband ist heute ein anerkannter Akteur an der Schnittstelle von Bildung und Wirtschaft und setzt wichtige Impulse für Unternehmertum, berufliche Bildung und die wirtschaftliche Teilhabe von Frauen.

Quelle: sequa

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Im Mai fand in Armenien die Projektfortschrittskontrolle der Kammer- und Verbandspartnerschaft (KVP) zwischen dem Bildungswerk der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern und der armenischen Business and Education Association (BEA) statt. Das gemeinsame Projekt läuft seit rund zweieinhalb Jahren. Im Mittelpunkt der Evaluierung stand die Frage, wie sich der Verband in dieser Zeit entwickelt hat und welche Wirkung das Projekt in Armenien bisher entfalten konnte.

Ziel des Projekts ist es, BEA als Brücke zwischen Bildung und Wirtschaft zu stärken und den Verband in dieser Rolle auch öffentlich sichtbarer zu machen. Darüber hinaus sollen die wirtschaftliche Teilhabe von Frauen gestärkt und praxisnahe Bildungsangebote für unterschiedliche Zielgruppen entwickelt werden.

Die Evaluierung zeichnete insgesamt eine gute Entwicklung. Während der Verband zu Projektbeginn nur zwei feste Mitarbeitende hatte, arbeiten heute vier Personen dauerhaft für BEA. Auch die öffentliche Wahrnehmung des Verbandes hat sich spürbar verbessert. BEA ist inzwischen in verschiedenen Arbeitsgruppen des armenischen Arbeits- und Bildungsministeriums vertreten und wird auch zu Fachtreffen anderer Verbände eingeladen. Die Expertise des Verbandes wird dort wahrgenommen und geschätzt.

Im Bereich der Dienstleistungen ist eine ähnliche Entwicklung zu beobachten. Gespräche mit Unternehmern machten deutlich, dass die Seminare und Workshops des Verbandes als innovativ, aktuell und verständlich wahrgenommen werden. Besonders eindrücklich war die Aussage einer Unternehmerin aus dem Designbereich. Sie berichtete, dass sie vor ihrer Zusammenarbeit mit BEA oft gedacht habe, sie sei „zu dumm“ für bestimmte Fortbildungen. Erst durch die Workshops von BEA habe sie verstanden, dass nicht sie das Problem war, sondern dass viele Inhalte anderer Anbieter zu kompliziert und wenig praxisnah aufbereitet waren.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit von BEA liegt in der Förderung unternehmerischer Kompetenzen an allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen. In vielen Regionen Armeniens begleitet BEA deshalb die Gründung von Schülerfirmen. Dabei entwickeln Schülerinnen und Schüler eigene Geschäftsideen, planen Geschäftsprozesse und lernen, Kosten realistisch zu kalkulieren. Besonders erfreulich war zu sehen, dass zwei ehemalige Berufsschülerinnen, die zuvor an einer Schülerfirma beteiligt waren, inzwischen den Schritt in die Selbständigkeit gegangen sind. Sie werden von BEA im Rahmen eines Mentoringprogramms weiterhin als Unternehmerinnen begleitet.

Die positiven Ergebnisse schaffen eine gute Grundlage für die Beantragung einer zweiten Projektphase ab November 2026. Finanziert wird die KVP im Rahmen von Partners in Transformation durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

 

 

Kontakt

Anastasia Thulke

+49 (0) 228 98238-49
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