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KVP-Evaluierung: Ergebnisse bestätigen Wirksamkeit des Programms

Der aktuelle Evaluierungsbericht zum Kammer- und Verbandspartnerschaftsprogramm (KVP) unterstreicht die starke Wirkung und Bedeutung des Programms in der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und liefert wertvolle Impulse für seine Weiterentwicklung.

Zwischen Oktober 2024 und März 2025 untersuchte die Evaluierung die Qualität und Wirksamkeit der KVP-Projekte – mit einem besonderen Fokus auf Organisationsentwicklung, neue Dienstleistungsangebote für Unternehmen und die Stärkung der Interessenvertretung. Ein externes Gutachterteam betrachtete 30 abgeschlossene KVP-Projekte, 15 davon vertieft, darunter sechs mit Feldbesuchen in Ägypten, Kolumbien, Indien, Sambia und Tansania sowie beim Regionalprojekt in Ostafrika. Die Bewertung erfolgte nach den OECD-DAC-Kriterien auf Basis eines Methodenmixes aus Interviews, Dokumentenanalysen und Online-Befragungen.

Die Evaluierung bescheinigt dem KVP-Programm eine hohe Relevanz für Partnerorganisationen und beteiligte Institutionen – 85 % der Befragten bestätigen, dass die Projekte den Bedarfen der Zielgruppen entsprechen. Die Effektivität ist in den meisten Projekten hoch, insbesondere bei Maßnahmen zur Stärkung interner Strukturen und des Managements. Im Themenfeld der politischen Interessenvertretung fallen die Ergebnisse bislang weniger deutlich aus, was auch damit zusammenhängt, dass politische Veränderungen häufig erst über längere Zeiträume hinweg wirksam werden und sich nicht immer direkt einzelnen Projekten zuordnen lassen.

Die Effizienz der Mittelverwendung wurde insgesamt positiv bewertet, zugleich stehen viele Projektträger angesichts steigender Personalkosten vor zunehmenden Herausforderungen. Auch bei der Nachhaltigkeit zeigen sich Unterschiede: Während einige Partnerorganisationen Aktivitäten eigenständig fortsetzen, fehlen anderen ausreichende Eigenmittel zur langfristigen Sicherung der Ergebnisse.

Zur Stärkung der Nachhaltigkeit empfiehlt der Bericht, das Thema noch stärker im Projektdesign zu verankern und gute Praxisbeispiele systematischer auszutauschen. Außerdem sollten Nachhaltigkeitspläne bereits frühzeitig in der Projektlaufzeit entwickelt werden. Die Evaluierung empfiehlt, die Projektbudgets flexibler zu gestalten, um sie besser an die unterschiedlichen Bedarfe der Partnerschaften anzupassen. Zudem sollte die Kooperation mit der GIZ, den Auslandshandelskammern (AHKs) und weiteren Akteuren unter der Dachmarke „Partners in Transformation (PiT)“ intensiviert werden, um Synergien noch stärker zu nutzen. Auch die Digitalisierung administrativer Prozesse und der Buchhaltung bei sequa, die aktuell vorgenommen wird, wird als wichtiger Schritt zur Effizienzsteigerung hervorgehoben.

Kurzum: Die Evaluierung zeigt, dass das KVP-Programm ein wirkungsvoller Ansatz zur Stärkung von Kammern und Verbänden weltweit ist – mit klarem Auftrag an sequa, seine Strukturen und Prozesse weiterzuentwickeln, um Wirkung und Effizienz langfristig zu sichern.

KVP-Evaluierungsbericht