Der Bergbau hat in Mosambik in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Sein Anteil am Bruttoinlandsprodukt stieg von 1,8 % im Jahr 2011 auf 12,2 % im Jahr 2024. Damit ist der Sektor nach der Landwirtschaft zum zweitwichtigsten Wirtschaftszweig des Landes geworden. Bedeutende Rohstoffvorkommen befinden sich vor allem in den Provinzen Manica, Tete, Zambézia, Nampula und Cabo Delgado. Einige dieser Rohstoffe gelten aus Sicht der EU als strategisch relevant.
Der Sektor ist geprägt von modernen Großbetrieben internationaler Unternehmen sowie einem weit verbreiteten Kleinbergbau. Letzterer sichert rund 230.000 Menschen ein Einkommen, darunter knapp 12 % Frauen. Einschließlich Zulieferbetrieben leben fast 800.000 Menschen direkt oder indirekt vom Kleinbergbau.
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnte die Bergbaukammer ihre Position gegenüber staatlichen Akteuren und Regulierungsbehörden deutlich stärken. Sie wird zunehmend als legitime Interessenvertretung der Bergbauwirtschaft anerkannt und in politische Dialogprozesse eingebunden.
Besonders erfolgreich waren Schulungen zur Arbeitssicherheit und nachhaltigen Bergbaupraktiken in den Bergbauregionen, deren Nachfrage weiterhin hoch ist. In der geplanten zweiten Projektphase sollen Nachhaltigkeitsthemen stärker in den Fokus rücken. Hintergrund sind erhebliche Umweltbelastungen durch einzelne Akteure, die dem Ansehen des gesamten Sektors geschadet haben. Aber auch Geschäftsanbahnungen zwischen mosambikanischen und deutschen/europäischen Unternehmen sollen aktiv befördert werden, denn Mozambique ist wegen seiner Vielfalt an wertvollen Rohstoffen von strategischem Interesse für Deutschland und die EU.
Finanziert wird die KVP im Rahmen von Partners in Transformation durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).







