Am 12. Januar 2026 hat Bundesministerin Reem Alabali Radovan den Reformplan „Zukunft zusammen global gestalten“ vorgestellt. Der Plan markiert den Beginn einer neuen Phase deutscher Entwicklungspolitik und ist das Ergebnis eines umfassenden Reformprozesses im Ministerium. Ziel ist es, die Entwicklungszusammenarbeit an veränderte geopolitische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen anzupassen und ihre Wirksamkeit weiter zu erhöhen.
Kern der Reform ist eine stärkere strategische Ausrichtung der deutschen Entwicklungspolitik. Künftig wird das BMZ deutlicher zwischen unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit differenzieren. Haushaltsmittel sollen gezielt dort eingesetzt werden, wo sie den größten entwicklungspolitischen Mehrwert entfalten – insbesondere in den ärmsten Ländern. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit mit aufstrebenden Volkswirtschaften stärker auf Partnerschaften mit gemeinsamer Verantwortung und klar definierten Interessen ausgerichtet.
Der Reformplan definiert vier übergeordnete Ziele: die Überwindung von Hunger, Armut und Ungleichheiten, die Förderung von Frieden und Stabilität, die Stärkung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Zusammenarbeit sowie den Ausbau strategischer Allianzen für globale Lösungen und ein leistungsfähiges multilaterales System.
Ein weiterer Schwerpunkt der Reform liegt auf der Modernisierung von Verfahren, Instrumenten und Prozessen. Verschlankte Strategien, ein neues Steuerungsmodell sowie ein stärkerer Fokus auf Monitoring, Evidenz und Wirkung sollen die Effizienz erhöhen und die entwicklungspolitische Steuerungsfähigkeit stärken.
Der Reformplan macht die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Globalen Süden zu einem strategischen Schwerpunkt des BMZ. Er stärkt damit genau jene Ansätze, die zum Profil von sequa gehören: Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Wirtschaftsakteuren, Organisationsentwicklung, Handelsförderung und strategische Netzwerke. Gleichzeitig formuliert er klare Erwartungen an strategische Passgenauigkeit, Fokussierung und Wirkungen.
