Ein Schwerpunkt des Projekts ist die stärkere Einbindung des Privatsektors in die Steuerung des Berufsbildungssystems. Unternehmen und Verbände sollen in Leitungs- und Qualitätssicherungsprozesse eingebunden werden, um Praxisnähe, Verbindlichkeit und Marktorientierung zu erhöhen. Zudem wird der Politikdialog ausgebaut, indem strukturierte Austauschformate zwischen Staat, Bildungsträgern und Wirtschaft geschaffen werden.
Parallel dazu fördert das Projekt die Angleichung ukrainischer Berufsqualifikationen an EU-Standards. Erste Pilotmaßnahmen umfassen die Anpassung eines ausgewählten Berufsbilds, um dessen Anerkennung sowohl in der Ukraine als auch in der EU zu ermöglichen und so wirtschaftliche Integration sowie die Entwicklung der Arbeitskräfte zu stärken.
„Vocational Synergy“ knüpft an langjährige Erfahrungen von sequa in der Ukraine an und bringt deutsche und ukrainische Fachinstitutionen zusammen. Das Projekt trägt damit unmittelbar zu einer arbeitsmarktorientierten Berufsbildung bei, die den Anforderungen des Wiederaufbaus gerecht wird und gleichzeitig die Integration in die EU fördert.
Über Skills4Recovery:
Die Multi-Donor-Initiative Skills4Recovery zielt darauf ab, die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften in fünf für den Wiederaufbau relevanten Wirtschaftssektoren zu unterstützen: Bau, Transport, Landwirtschaft, Dienstleistungen und Industrie. Dieses Ziel wird durch die Stärkung der Kapazitäten von Berufsbildungseinrichtungen bei der Bereitstellung qualitativ hochwertiger, arbeitsmarktorientierter Bildungsangebote, die Einbindung vulnerabler Gruppen sowie die enge Zusammenarbeit mit Arbeitgebern erreicht. Skills4Recovery wird von der Europäischen Union, Deutschland, Polen und Estland finanziert. Umgesetzt wird das Programm von der GIZ und dem Solidarity Fund PL (SFPL). Es läuft bis Juni 2026 und deckt alle Regionen der Ukraine ab. Das Gesamtbudget beträgt 14 Mio. EUR.