Sonstige

Usbekistan: Steinmeiers Staatsbesuch setzt Impulse für die Fachkräftegewinnung

Das Projekt „Future International Talents for German Climate Businesses“ gewinnt berufserfahrene Fachkräfte aus Usbekistan und Kolumbien für deutsche Handwerksbetriebe. Wie wichtig internationale Partnerschaften und Fachkräftegewinnung sind, zeigte sich auch im Juni 2026, als Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf seiner Reise nach Usbekistan zwei Teilnehmende des Projekts traf.

Quelle: Migrationsagentur beim Ministerkabinett der Republik Usbekistan

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reiste vom 14. bis 18. Juni 2026 nach Indonesien, auf die Philippinen und schloss seine Reise in Taschkent, Usbekistan, ab. Im Fokus der Reise standen politische Partnerschaften, die Wirtschaft und die Fachkräftegewinnung. Dabei hob er hervor, welches Potenzial junge usbekische Talente bieten, um dem anhaltenden Fachkräftemangel in Deutschland auf geordnete Weise zu begegnen. Dabei betonte er: „Es gibt einen Wettbewerb um ausgebildete Arbeitskräfte, und diesen Wettbewerb sollten wir annehmen.“ Damit unterstrich der Bundespräsident die Bedeutung einer aktiven und zukunftsorientierten Fachkräftegewinnung im internationalen Wettbewerb.

Gemeinsam mit seinem usbekischen Amtskollegen würdigte er die Bedeutung des im September 2024 unterzeichneten umfassenden Migrationsabkommens zwischen Usbekistan und Deutschland. Aus deutscher Sicht bietet Usbekistan großes Potenzial, um den Fachkräftemangel zu lindern: Mehr als 56 Prozent der usbekischen Bevölkerung befinden sich im erwerbsfähigen Alter, und über die Hälfte der Usbekinnen und Usbeken ist jünger als 30 Jahre. Das Abkommen eröffnet neue legale Wege für Ausbildungs- und Arbeitsmigration und stärkt Deutschlands Position als attraktiver Partner für qualifizierte Fach- und Arbeitskräfte aus Usbekistan.

Fachkräfte aus Usbekistan und Kolumbien stärken das deutsche Handwerk

Auch sequa unterstützt die Gewinnung von Fachkräften aus Usbekistan über das Projekt „Future International Talents (FIT) for German Climate Businesses“. Es hat zum Ziel, qualifizierte Fach- und Arbeitskräfte für Betriebe des technischen Handwerks zu gewinnen, die mit Fachkräfteengpässen zu kämpfen haben. Das Projekt wird gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) durchgeführt, um Fachkräfte für Handwerksbetriebe aus Kolumbien und Usbekistan zu gewinnen.

Im Rahmen des Staatsbesuchs von Steinmeier fand ein Gespräch mit zwei Teilnehmenden des Projekts statt, bei dem der Bundespräsident deren Erfahrungen mit dem Projekt und persönliche Werdegänge näher kennenlernte. Der Bundespräsident würdigte dabei ausdrücklich ihr Engagement beim Erlernen der deutschen Sprache und ihre berufliche Weiterentwicklung. An dem Besuch wird deutlich, dass Usbekistan und Deutschland verstärkt auf Zusammenarbeit setzen und gemeinsam in Bildung sowie eine sichere Arbeitsmobilität investieren.

Das Projekt unterstützt sowohl die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse als auch die Vorbereitung auf eine Berufstätigkeit sowie die interkulturelle Integration der Teilnehmenden in Deutschland. Darüber hinaus werden auch die Arbeitgeber in jedem Schritt des Einwanderungs- und Integrationsprozesses individuell beraten, begleitet und unterstützt, damit sich die neuen Fach- und Arbeitskräfte reibungslos in ihr neues Arbeitsumfeld einfinden.  

Bislang sind im Rahmen des Projekts sechszehn Teilnehmende nach Deutschland eingereist und haben erfolgreich eine Beschäftigung aufgenommen, darunter Fachkräfte in den Berufen Elektroniker, Beton- und Stahlbetonbauer, Kfz-Mechatroniker sowie Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Weitere zweiundzwanzig Teilnehmenden wurden bereits an einen Arbeitgeber vermittelt und fünfundvierzig Teilnehmende nehmen derzeit an einem Sprachkurs teil. Für weitere Information besuchen Sie gern unsere Projektwebsite.  

Kontakt

 Caroline Still
Caroline Still

+49 (0) 228 98238-85
E-Mail