Berufliche Bildung

Ruanda: Berufliche Perspektiven für benachteiligte Jugendliche

Praxisnahe Kurzqualifizierungen und individuelle Unterstützung bei der Integration in den Arbeitsmarkt verhelfen jungen Menschen in Ruanda, die sonst keinen formalen Zugang zu einer Berufsausbildung hätten, zu einer neuen Perspektive.

Quelle: BiWe

Quelle: BiWe

Seit Dezember 2020 unterstützt das Bildungswerk Baden-Württemberg (BiWe) gemeinsam mit dem Partner SOS Kinderdörfer den Aufbau von nachfrageorientierten, kompetenzbasierten und praxisnahen Ausbildungsangeboten im Rahmen eines PartnerAfrika Projektes. Die Berufschullehrer werden speziell für diese neue Aufgabe geschult, um die Schüler besser zu qualifizieren und den Übergang in den Arbeitsmarkt durch intensives Coaching zu unterstützen. Gleichzeitig werden die Unternehmen, die betriebliche Ausbildung und Praktika anbieten, stärker in die Verantwortung genommen, so dass am Ende der Ausbildung eine hohe Übernahmequote mit langfristigen Beschäftigungsverhältnissen in den Unternehmen erreicht wird. Davon profitieren in einer WIN-WIN Situation auch die Unternehmen, die durch die Qualifizierungsmaßnahmen Fachkräfte mit stärker an ihren Bedarfen ausgerichteten Kompetenzen finden und damit weniger Aufwand und Kosten für die Rekrutierung geeigneter Mitarbeiter haben.

Neben einjährigen Vollqualifizierungskursen in den Bereichen KFZ Mechanik und Elektrik werden auch Kurzzeitqualifizierungen mit einer Dauer zwischen zwei und neun Monaten angeboten, z.B. in der Bedienung und Wartung von Baumaschinen, Vertrieb/Verkauf und Customer Care.

Der erfolgreiche Abschluss der Qualifizierungsmaßnahmen wird durch ein landesweit anerkanntes Zertifikat dokumentiert.

Das Ziel des Projektes ist es, möglichst vielen jungen Menschen (500-1000) eine berufliche Perspektive zu ermöglichen, die ein ausreichendes Einkommen generiert. Damit leistet das PartnerAfrika Projekt nicht nur einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung und zum Aufbau demokratischer Strukturen, sondern auch, durch die Ansprache vulnerabler Gruppen, einen Beitrag zur Fluchtursachenbekämpfung, was im Kontext der ansteigenden Zahl von Geflüchteten und Migranten in der deutschen Entwicklungs­zusammenarbeit eine immer stärkere Rolle spielt.

Gefördert wird das PartnerAfrika Projekt über die Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

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 Ute Reckers
Ute Reckers

+49 (0) 228 98238-73
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