Berufliche Bildung

Uganda: UREPP startet mit TeilnehmerInnen-Kampagne in Kiryandongo

Das "Uganda Refugee Employment Promotion" Projekt (UREPP) stößt in der Region um Kiryandongo (Westuganda) auf unerwartet großes Interesse, sowohl bei der Politik als auch bei potentiellen TeilnehmerInnen.

Quelle: bbw, Peace Rugyema Mbabazi

Seit August 2020 engagiert sich das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) in Uganda für die Beschäftigungsförderung von Flüchtlingen und benachteiligten Ugandern in Kampala und der Region Westuganda, gefördert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. An drei Berufsbildungsinstituten in Kampala, Hoima und Kiryandongo wird das von bbw entwickelte „BINA-Programm“ eingeführt. Es besteht aus drei Komponenten: Kompetenzanalyse in ausgewählten Gewerken, fachpraktische berufsqualifizierende Kurse von drei bis vier Monaten, Arbeitsvermittlung oder Unterstützung bei der Unternehmensgründung.

Bis Projektende sollen 2.400 Personen an einem BINA-Zyklus teilgenommen haben. Davon sollen mindestens 720 Programmteilnehmende eine bezahlte Beschäftigung durch Lohnarbeit oder Selbstständigkeit finden. Mindestens 40% der finalen Zielgruppe sollen Frauen sein. Hinsichtlich der Verteilung von Flüchtlingen und Einheimischen wird eine 50%-50% Ratio anvisiert.

Im November/Dezember 2020 hat das Projektteam in Kiryandongo die erste Kampagne zur Mobilisierung von BewerberInnen durchgeführt. Neben einer Talkshow im Lokalradio informierte das Team zahlreiche Akteursgruppen in Flüchtlingssiedlungen und in den angrenzenden Gemeinden. Die Bemühungen des Projektes wurden von politischer Seite und von den potentiellen TeilnehmerInnen äußerst positiv aufgenommen. Zum Abschluss der Kampagne fiel die Resonanz unerwartet hoch aus: circa 2.700 Anmeldeformulare haben das Team in Kiryandongo erreicht, 800 von Geflüchteten, 1900 aus den aufnehmenden Gemeinden. Besonders der hohe Frauenanteil von über 50% stimmt hinsichtlich der Projektziele positiv. Nun gilt es, diesen Andrang aufrecht zu erhalten und konstruktiv in die Projektarbeit einzubinden.

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 Christiane Hardt
Christiane Hardt

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