Privatsektorentwicklung (sonstige)

Äthiopien: Unterstützung für Gründerzentren

Das EU finanzierte Projekt BIC Ethiopia, das sequa zusammen mit fünf Partnerorganisationen durchführt, hat im Januar 2022 begonnen.

BIC Ethiopia hat sich zum Ziel gesetzt Engpässe im äthiopischen Ökosystem für Unternehmensgründungen zu beheben. Dafür arbeitet das Projekt mit ausgewählten bestehenden und neu etablierten Gründerzentren zusammen und unterstützt diese nachhaltige und technisch solide Geschäftsmodelle zu entwickeln. Regionales Benchmarking, Best-Practice-Beispiele, standardisierte Lehrpläne, eine Professionalisierung der Abläufe und die Entwicklung neue Einnahmemodelle sind Teil der Kooperation. Die Inkubatoren werden so in die Lage versetzt Start-ups und KKMU im Bereich Agrartechnologie und Agrarwirtschaft besser zu unterstützen, um den Marktzugang zu verbessern, höhere Einkommen zu erzielen und Arbeitsplätze zu schaffen.

Nach dem Trainingsprogramm erfolgt die Umsetzung in die Praxis. Die besten der teilnehmenden Gründerzentren werden als Teil des Projektes mit der Durchführung eines Vorgründungsprogramms für 600 Start-ups beauftragt. Zu einem späteren Zeitpunkt folgt dann ein Inkubationsprogramms für 160 neugegründete KKMUs. Das Projekt wird mit privaten Finanzierungsinstitutionen wie Banken und Kapitalanlegern zusammenarbeiten, um unkonventionelles Denken zu fördern und neue finanzielle Zugangsmöglichkeiten für KKMU zu schaffen.

Umgesetzt wird das EU finanzierte Projekt von sequa in Kooperation mit fünf hoch engagierten Partnerorganisationen. Die Addis Chamber of Commerce and Sectoral Associations wird ihre Reichweite von 50.000 KMU-Mitgliedern und ihre Erfahrung bei der Gestaltung der nationalen Politik zugunsten des Privatsektors nutzen. adelphi gGmBH und GrowthAfrica werden ihre umfassende Erfahrung bei der Entwicklung von Lehrplänen für Start-ups und Unternehmer, beim Aufbau von Kapazitäten in Gründerzentren und Beschleunigungsprogrammen sowie bei Strategien für den Zugang zu Finanzmitteln einbringen. IceHawassa, ein nationales Basisinnovationszentrum und die auf Äthiopien ausgerichtete Stiftung Menschen für Menschen (MfM) werden die Inkubationszentren in den südlichen und nördlichen Regionen einrichten, ausbauen und leiten.

BIC Ethiopia wird außerdem mit der Ethiopian Association of Start-up Ecosystem (EASE) zusammenarbeiten, die derzeit von privaten, akademischen und gemeinnützigen Inkubatoren gegründet wird und als Netzwerk und Diskussionsforum für Inkubationszentren dienen soll und mit dem regionalen Netzwerk BIC Africa.

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 Sabine Schacknat
Sabine Schacknat

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